World Championships in Leogang – Ziel erreicht !?


Was für ein Tag gestern. Die Weltmeisterschaften im Downhill finden in Leogang statt. Und ich war dabei!

Nun war es soweit. Ich war tatsächlich nominiert – und höchst motiviert! Die Trainingstage Mitte August waren gut verlaufen und ich freute mich auf die Strecke. Seit Donnerstag konnten wir trainieren, jeden Tag nur wenige Stunden. Das Wetter war wechselhaft, erst trocken, dann nass. Am Sonntag wurde es, wie ich es gar nicht gerne mag: Die Strecke trocknete wieder ab, es wurde zäh. Ausgerechet am Tag der Tage kam ich schon im Training nicht mit der Strecke klar – die Verhältnisse waren anspruchsvoll, aber nicht unmöglich. Leider war ich einfach nicht stark genug.

Vor dem Rennlauf ging ich frühzeitig hoch, um mich aufzuwärmen und mental zu stärken. Hier merkte ich, dass viele noch schnell auf Trockenreifen wechselten. In der Stunde vor dem Rennlauf trocknete die Strecke noch einmal ein gutes Stück weiter ab und es war definitiv besser auf Trockenreifen. Leider hatte ich keine dabei, Fehler Nr. 1. Naja, dann muss ich eben noch mehr treten, versuchte ich mich zu motivieren. Sturzfrei und einen für mich guten Lauf wollte ich runterbringen, das war mein erstes Ziel. Eine Platzierung in den Top 20 war das zweite Ziel. Nach meiner Timed Training Session von gestern (Platz 17) schien das auch nicht unmöglich zu sein, auch wenn es heute ungleich härter würde..

Die Minuten vergingen, dann war es soweit. Die letzten Sekunden wurden heruntergezählt und los gings! Leider war es schon nach der dritten Kurve vorbei mit den guten Vorsätzen. Übermotiviert zog ich ab, sprang etwas zu weit und fuhr aus der Spur. Anhalten, Rad wieder auf die Strecke bringen, weiterfahren. Fehler Nr. 2. Ich sollte den Flow auf der Strecke an diesem Tag wohl einfach nicht wiederfinden.

Am Ende Platz 27. Ich bin zwar ins Ziel gekommen, aber habe meine eigenen Ziele nicht erreicht. Das sollte mich noch den ganzen Tag beschäftigen. Mir wurde bewusst, dass es härter ist, sich selbst zu enttäuschen, als von anderen geschlagen zu werden. Denn auf meine Leistung habe ich Einfluss, auf die der anderen nicht.

Nichts desto trotz gab es aber auch so schöne Momente. Wenn ich dran denke, dass wir am Mittwoch Autogramme gegeben haben und zwei kleine Mädels unbedingt ein Foto mit mir machen wollten, dann muss ich schon wieder lächeln. All die Grüße und gedrückten Daumen per Email/Facebook/Telefon, die schreienden Freunde, Bekannte und Unbekannte an der Strecke und vor dem Fernseher. Ihr habt mir das Gefühl gegeben, nur für mich da zu sein. Danke an Euch alle!!! Und danke an Chris der immer die richtigen Worte findet. I love you!

Und ganz so unrecht habt ihr alle ja nicht: Wie viele können von sich behaupten, bei einer Weltmeisterschaft mitgefahren zu sein?

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